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Zusammenfassung Trainingslehre Praktikum I

Feld-Tests Kraft – Kraftausdauer nach Spring

–> Siehe Abbildungen im Skript!

Rumpfmuskulatur

  • schwierig ganz genau zu messen
  • Übung für Trizeps, Bein- und Hüftstrecker.
  • Muss möglichst in einer Geraden sein. Im Sekundentakt Beine heben mit Metronom. Taktile Hilfe: Finger oben am Gesäss; wann VP zu tief ist, spürt dieser den Druck nicht mehr. Schulter muss an Ort & Stelle bleiben; taktile Rückmeldung.
  • Standardisierung:
    • Latte über Rücken
    • Festlegung, wie hoch dass die Beine gehoben werden müssen.
    • Taktile Hilfe
    • Metronom
  • Abbruchkriterien:
    • Hüftwinkel zu hoch
    • Abbruch nach 3 Verwarnungen

Bauchmuskulatur (Mm. abdominis)

  • Verfälschung: Wie hoch muss der Rücken gehoben werden?
  • Fussposition: nur die Fersen sind aufgestellt.
  • Kopf wird nicht abgelegt, die Schultern schon. Kopf bewegt sich mit.
  • Probleme: Wo ist Schwerpunkt des Körpers? Oberhalb oder unterhalb. Ein weiteres Problem ist, dass man nicht zu weit hoch kommen darf, da sonst die Hüftbeuger (M. iliopsoas) auch mithelfen. ◊ Könnte die Beine in die Luft nehmen oder die Beine nach vorne schieben.
  • Veränderung des Körpers können auch zur Verfälschung führen ◊ Pubertät.

Rückenmuskulatur (M. erector spinae, M. latissimus dorsi)

  • Mit zu grossem Hüftwinkel (oder Körpermasse) stimmen die Hebelverhältnisse nicht mehr. ◊ Abkippen nach vorne.
  • Kopf einrollen
  • Diese Übung wird v.a. im Kunstturnen als Verletzungsprophylaxe bei Landungen angewendet.
  • Lendenwirbelsäule muss stabil sein, auch aus ästhetischen Kriterien.

Seitliche Rumpfmuskulatur (M. quadratus lumborum, M. obliquus abdominis, M. glutaeus medius und maximus, M. tensor fasciae latae)

  • Wichtig: gerade sein, gestreckter Hüftwinkel. Nicht zu hoch kommen, sondern nur in der Körperebene arbeiten ◊ taktile Hilfe.
  • Standardisierung:
    • Taktile Hilfe
    • Wand als Hilfe: Ferse, Gesäss und Schulterbereich an der Wand, Füsse in Ecke.
  • Abbruchkriterien:
    • Füsse, Rücken & Gesäss kommen von der Wand weg.
    • Wenn der Boden berührt wird.
    • Wenn die Höhe nicht mehr erreicht wird.
    • Wenn der Takt nicht mehr eingehalten wird.

Äussere Hüftmuskulatur (M. glutaeus medius & maximus, M. tensor fasciae latae, M. quadratus lumborum)

  • Schwierig die richtige Höhe zu finden und in der geraden zu bleiben.
  • Bei Müdigkeit knickt man meistens nach hinten ab und arbeitet dann zusätzlich mit dem M. quadrizeps.

Hintere Oberschenkel- und Hüftmuskulatur (M. semimembranosus, M. semitendinosus, M. biscps femoris, M. glutaeus maximus & medius)

  • Hüftwinkel gestreckt
  • Achse durch beide Knie
  • Freies Bein nicht „herum schwingen“ sondern parallel halten.

Vordere Oberschenkelmuskulatur (M. quadriceps femoris, Mm. glutaei)

  • Haltepunkte an der Wand
  • 60° Winkelmass zum Oberschenkel. ◊ Schwierig, deshalb taktile Hilfe.
  • Bein nicht überstrecken
  • Knie nicht über Fussspitze kommen lassen. Bei diesem Test ist es nicht so wichtig, aber wenn man es regelmässig macht, soll man darauf achten.

Schulterblattfixatoren (Mm. rhomboidei, M. triceps brachii, M. deltoideus)

  • Schwierig das Schulterblatt zu kontrollieren.

Hintere Oberarmmuskulatur (M. triceps brachii)

  • Wie weit muss man nach unten?
  • Durch das Hohlkreuz kann man mehr Wiederholungen machen.
  • Hüftposition muss stimmen.

Allgemein:

  • Diese Tests sind nicht für wissenschaftliche Zwecke zu gebrauchen.
  • Standardisierung:
    • Tageszeit
    • Wann & was essen
    • Umgebungstemperatur
    • Schlaf
    • Geräte
    • Körperliche Vorbelastung
    • Motivation
    • Testperson (z.T. subjektiv)
  • Positives +:
    • Einfach auszuführen
    • Kostet nicht viel
    • Im Turnverein gut anzuwenden: die Unterschiede und Defizite sind gut zu sehen.
  • Negatives -:
    • Ausgangs- und Endposition nicht genau definiert/ kontrollierbar.
    • Es existieren keine präzisen Abbruchkriterien
    • Die Ausweichbewegungen sind nicht eingeschränkt.

Als Abbruchkriterien können auch die Pulswerte genommen werden. Es gibt eine Skala 6-20 (Art der Borg-Skala).Wenn der Puls 60 (Ruhepuls) ist ergibt das einen Wert von 6 (60:10=6). Höchster Wert ist 20 ◊ 200:10= 20.

Kraftausdauer nach Bourban

Testbeschreibung etc. siehe Skript!

Zusammenfassung: Grundkraftanforderungen im Spitzensport

Da den Bedürfnissen von Trainer und Therapeuten von Spitzensportlern keine gerecht werdende Methoden zur Evaluation der Rumpfmuskulatur und keine entsprechende Referenzwerte bestand die Absicht, einen hinsichtlich Messgenauigkeit überprüften 3-teiligen Rumpfkrafttest zu untersuchen. Die Lokalisation der Hauptermüdung betraf den Rumpf. Einen überdurchschnittlichen Wert zeigten beim Test der lateralen RK die Sportarten Kanu und Kunstturnen, bei der lateralen RK Kunstturnen und die Kampfsportarten, bei der dorsalen RK Skilanglauf/ Biathlon. Fussball und Eishockey erreichten insgesamt die tiefsten Resultate. Dieser 3-teilige Test scheint zur Evaluation einer Mindestkraft der Rumpfmuskulatur als Voraussetzung der sportlichen Leistung und der Verletzungsprävention bei Spitzensportlern geeignet zu sein.

–> die Bedeutung der Grundkraft I nimmt durch zwei Tendenzen in praktisch allen Sportarten zu: Die Gesamttrainingszeit pro Woche wurde in den letzten Jahren stark ausgedehnt. Nur schon um diese vielen Trainingsreize abzufangen, wird ein hohes Niveau der Stützmuskulatur benötigt. Dazu versuchen immer mehr Sportarten ganzjährig mit Wettkämpfen präsent zu sein. Eine Rumpfkraft, die diesen Anforderungen nicht gerecht wird, kann neben Einbussen in der sportlichen Leistung auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Im Sport müssen da globale (gerade und schräge Bauchmuskulatur, widerlagern aktiv die auf die WS einwirkenden äusseren Kräfte, erhalten das Gleichgewicht aufrecht und initiieren Primärbewegungen des Rumpfes) wie auch das lokale (M. transversus abdominis, M. multifidus u.a., liegen anatomisch nah zu den Gelenken, erhöhen durch eine beständige geringe Aktivität die Steifheit der zu stabilisierenden Segmente und sind zu diesem Zweck durch das ZNS speziell vorprogrammiert) rumpfstabilisierende System besondern funktionieren.

Ziel des Tests:

Ziel des Tests ist einerseits das Charakterisieren des Grundkraftniveaus des Rumpfes und das Erheben von Referenzwerten von Spitzensportlern mit einem einfachen dynamischen Test. Anderseits wird der Versuch unternommen, diese Grundkraftniveau in der dynamischen Bewegung in „genügend“ und „ungenügend“ zu diskriminieren. Falls der Test bei einem Wert zwischen 71 und 90 liegt, dann empfiehlt sich eine Testwiederholung, um die Sicherheit zu bestätigen.

Feldtest: „Jump-and-reach“

Bei diesem Test soll die Versuchsperson aus dem Stand möglichst hoch springen und dabei mit einer Hand den höchsten Punkt markieren.

Für wen: Dieser Test eignet sich v.a. für Volleyballspieler, Hochspringer, Sprinter und allgemein für Schnellkraftsportarten.

Wie: Eine schwarze Tafel wird so an der Wand befestigt, dass sie alle Versuchspersonen im Stand im unteren Drittel erreichen können. Es kann auch eine fixierte Weichbodenmatte verwendet werden. VP stellt sich mit dem Gesicht zur Wand/ Matte und markiert mit den weissen Fingerkuppen (Kreide/ Magnesia) die max. Reichhöhe, Spitzte der Mittelfinger, während die Fersen nicht vom Boden abgehoben werden dürfen und die Arme und Schultern max. gestreckt sind. Danach stellt sich die VP seitlings (Rechtshänder mit der re Seite) in 20-30 cm Entfernung zur Wand/ Matte auf, springt beidbeinig nach oben ab und markiert an der Wand/ Matte mit den Fingern die max. erreichte Sprunghöhe. Die Auftaktbewegung der Arme ist freigestellt. Nicht gestattet sind Anlaufschritte bzw. Ansprünge. VP hat 1 Probeversuch.

Was: Als Testwert eingetragen wird der vertikale Abstand (cm) zwischen Reich- und Sprunghöhe, der mit dem Meterstab gemessen wird. Zur Messung steigt der Versuchsleiter auf einen Kasten/ Stuhl. Material: Meterstab, Staubtuch, Kasten/ Stuhl.

Ziel: Überprüfung der konditionell/ koordinativen Fähigkeiten (Reaktivkraft, Schnellkraft, Maximalkraft, Dehnfähigkeit, Gelenkigkeit).

Fehlerquellen:

  • Ablesen ungenau
  • Der Körper nicht ganz gestreckt
  • Koordinativ

Auswertung: Anhand einer Tabelle kann die Beurteilung und Interpretation gemacht werden. Diese hängt vom Alter und der Differenz der Höhen ab. (Siehe Rückseite des Testes: „Jump-and-reach“.)

Labortest: 1 RM (1-repetition maximum) nach ACSM

Wie viel Gewicht kann maximal einmal gehoben werden? ◊ 1 RM

  1. Zuerst soll man sich aufwärmen mit 5-10 Repetitionen à 40%-60% vom Maximum.
  2. Danach 1 Minute Pause mit leichtem Stretching. Dazu kommen 3-5 Repetitionen à 60-80% vom Maximum.
  3. Danach versucht man maximales Gewicht einmal zu stemmen. Wenn der Versuch erfolgreich war, macht man eine 3-5 min Pause. Dies macht man so oft, bis ein Fehlversuch auftritt. Das 1 RM ist das Gewicht, das als letztes mal erfolgreich gestemmt wurde.

Wozu dient der 1 RM-Test: Dieser Test dient als Vergleich der verschiedenen Leistungen, wobei man mögliche Verbesserungen bzw. Verschlechterungen sehen kann. Der Test kann auch als Leistungs- bzw. Trainingsüberprüfung dienen und man hat Angaben über den Bereich, in welchem man arbeiten kann.

Probleme:

  • Koordination (ist nicht so einfach die Langhantel richtig zu stemmen)
  • Einschätzen der Probanden
  • Gewichtsabstufungen
  • Für Herzpatienten, Senioren und Breitensportler ist der Test nicht geeignet.
  • Der Test ist nur für Spitzensportler geeignet, da es um das Maximum an Kraft geht.

Grundlagen des Krafttrainings

Schnell-Diagnos M3

  • Je nach Kniewinkel kann man mehr/ weniger Gewicht stemmen. Doch je kleiner der Kniewinkel ist, desto weniger Gewicht kann gestemmt werden. Auch wenn der Winkel zu gross ist, kann keine grosse Kraft erzeugt werden.
  • Die Präzision der Werte ist für Schüler nicht relevant.
  • Zu teuer für die Schule.

Kraftaufnehmer (Dehnungsmessstreifen)

  • Wirkungsgrad im oberen Winkelbereich nicht aussagekräftig
  • Hebelarmansatz zu Beginn 90° und nimmt dann permanent zu ◊ es wird schwerer das Gewicht zu ziehen. Ab gewissem Ellbogenwinkel (40°) kann gar nicht mehr weiter gezogen werden; Ellbogen & Hüfte heben sich.
  • Es wäre exakter, wenn das Messgerät höher oben wäre, so dass der Hebelarm mehr oder weniger konstant sein kann.
  • Test immer gleich durchführen ◊ Standardisieren.

Federwaage

  • Winkel zum Hebelarm und die Kraft verändern sich. Bei grösserem Knie-Winkel wird der Hebelarm immer schlechter ◊ schwerer um Kraft zu entwickeln.
  • Myosin- & Aktinfilamente sind bei 90° ideal übereinander, so dass eine grosse Kraft genutzt werden kann. Wenn Myosin- & Aktinfilamente weiter auseinander sind, gibt es keine grosse Andockstelle und es kann weniger Kraft erzeugt werden.
  • Ungenauigkeiten: Winkelmessungen. Hüfte nicht befestigt.
  • Dieser Test eignet sich optimal für den Turnverein; die absoluten Werte spielen keine Rolle.
  • Leute können den Test selber durchführen.
  • Messgerät (Waage) nicht teuer

Krafttraining mit dem Körpergewicht und freien Gewichten

Da die Bewegungen nicht von Maschinen geführt sind, werden dabei höhere Anforderungen an die Bewegungstechnik und die Koordination gestellt. ◊ bietet von der Reha bis über den Fitnessbereich hin zum und Wettkampfsport vielfältige Trainingsmöglichkeiten.

Station 1 – KT mit freien Gewichten am Bsp. des Bankdrückens

  • Pressatmung: Nein, ist gefährlich. Spitzensportler verwenden die Pressatmung nicht für die Leistungssteigerung, nur für den Wettkampf.
  • Vor dem ersten Training soll mit wenig Gewicht gearbeitet werden, um den fehlerfreien Ablauf auch mit höherem Gewicht zu gewähren.
  • Asymmetrisches Gewicht: intermuskulär, Zielmotorik ◊ Bewegungsablauf ist gestört. Nur für Fortgeschrittene!
  • Wichtig ist auch eine korrekte Einführung in das Krafttraining ◊ nicht für Leihen geeignet.
  • Labile Unterlagen sollen erst beim Beherrschen der Grundlagen benutzt werden.

Station 2 – Propriozeptive Kraftübungen zur Optimierung der Stützmotorik

  • Propriozeption: bezeichnet man diejenige Komponente der Wahrnehmung von Lebewesen, die Informationen nicht über die Außenwelt, sondern aus dem eigenen Körper bereitstellt. Sie setzt sich zusammen aus dem
    • Lagesinn, der Informationen über die Position des Körpers im Raum und die Stellung der Gelenke und des Kopfes liefert
    • Kraftsinn, der Informationen über den Anspannungszustand von Muskeln und Sehnen liefert
    • Bewegungssinn, durch den eine Bewegungsempfindung und das Erkennen der Bewegungsrichtung ermöglicht wird.

–> Eigenwahrnehmung des Körpers

  • Bei diesen Übungen spielen fast alle Muskeln im Körper mit; Bein-, Fuss-, Rumpfmuskulatur usw.
  • Soll darauf achten, dass Achsengerecht gearbeitet wird: Stellung von Knie, Hüfte und Füsse

Station 3 – Variation einer Kraftübung durch unterschiedliche Übungs-anordnungen am Bsp. der „Squats“

  • Instabile Unterlagen für zu Hause: Matratze, Kopfkissen, Brett basteln, Mülleimer, Gurke, Büchse, Wasserbett, Ball mit wenig Luft usw.

Station 4 – Progressive Propriozeptive Reorientierung

  • Für den Sportunterricht sind die einfacheren Übungen geeignet, da diese zuerst beherrscht werden müssen, bevor die schwierigeren Übungen ausgeführt werden sollen. Die schwierigeren Übungen sind zudem zu gefährlich, da in einer Klasse nicht alle Kinder gleicht begabt sind ◊ Differenzieren. So ist es von Vorteil wenn die Kinder zu zweit arbeiten und sich gegenseitig korrigieren.
  • Für das Basketballtraining würde ich auch zuerst mit den einfacheren Übungen beginnen. Danach soll zu den Sprüngen gewechselt werden, da es für Basketballspieler sehr wichtig ist, korrekt zu landen und dies präventiv zu üben. Denn im Spiel muss man immer wieder springen (Sprungwurf, Rebound) und landen und dies auch mit Mitspielern.
  • Gefahren und Vorsichtsmassnahmen:
    • Vorsicht nach Bänderrissen
    • Knieprobleme: eine Achse
    • Von Stufe zu Stufe; erst weiter gehen, wenn man die Übung beherrscht.
    • Mit Hilfestellung (ältere Menschen, nach Verletzung)
    • Konzentriert arbeiten
    • Genug Raum und Platz haben

Kraft wie trainieren (Treppe in der St. Jakobs Arena)

  • Kraftausdauer:
    • Liegestützen auf Treppe
    • Treppen schnell laufen
    • Immer zuerst mit dem rechten/ linken Bein voraus
    • Huckepack
    • Zwei Treppen miteinander nehmen
  • Schnellkraft:
    • Tempo: schnelle Bewegungsfrequenz
    • Mit beiden Füssen zuerst auf der gleichen Treppe ankommen
    • Zwei Tritte miteinander nehmen
    • Einbeinig, beidbeinig
  • Plyometrie:
    • Mit Huckepack auf Treppe hoch & runter ◊ saubere Bewegungsausführung, Achsengerecht, Knie nicht über Zehenspitzen.
  • Reaktivkraft:
    • Treppen rauf & runter springen, nicht auf ganzem Fuss landen. (Der Wechsel muss schnell sein)
    • Lieber kleine Stufen, damit das Knie nicht durchschlägt.

Praktikum im Migros Wellness Parc Heuwaage

Krafttraining mit:

  • Isokinetischen Geräten (geführt mit Gewichten)
    • Koordinativ nicht schwierig
    • Gut zum Erlernen der Bewegung
    • Fehlbelastungen lassen sich weitgehend vermeiden
  • Pneumatischen Geräten (Luftdruck)
    • Platzsparend (keine Gewichte)
    • Schnelle Einstellung vor der Übung
  • Kabelzuggeräte
    • Braucht Gespür für den Körper, dass es richtig gemacht wird. ◊ Rumpfstabilisierung
    • Einführung sollte an geführten Geräten gemacht werden, dann kann der Kabelzug dazugenommen werden und erst zum Schluss sollte mit freien Gewichten gearbeitet werden.
    • Wichtig: zuerst die Bewegung erlernen!
    • Mit nicht geführten Geräten ist das koordinativ anspruchsvoll, was im Alltag auch so ist.
  • Freihanteln
    • Billiger als Kraftmaschinen
    • Koordinativ sehr anspruchsvoll (siehe oben)

Beweglichkeit – Wie trainieren und testen?!

–> siehe Unterlagen

  • Top Ten Übungen – Beurteilen und 3 Varianten aufzeigen
  • Trainingsmethoden nach Klee
  • Beweglichkeit – Wie testen? Sit and Reach-Test, Finger-Boden-Abstand und spezifische Tests zur Differenzierung

Koordination/ Koordinative Fähigkeiten – wie testen/ trainieren?

Posten 1 – Koordinative Aspekte und Krafttraining Macht eine Mischung mit koordinativen Anforderungen Sinn?

  • Es macht Sinn wenn man beim Bankdrücken nicht mehr weiter kommt, sich ein Plateau bildet.
  • Als „Mischung“ kann eine weiche Unterlage genommen werden oder die Fussstellung verändert werden.
  • Man könnte auch andere Übungen durchführen wie zum Beispiel auf einem Gymnastikball Liegestützen etc. ◊ nach ein paar Wochen kann man sicherlich mehr Gewicht stemmen.
  • Soll jedoch nie vergessen, dass Bankdrücken alleine schon sehr anspruchsvoll ist.

Posten 2 – Koordinatives Training mit Kindern

  • Ein mögliches Programm wäre:
  1. Prellen mit einem Ball
  2. Prellen mit vielen Bällen (gleichzeitig)
  3. Gegengleich prellen
  4. Mit verschiedenen Bällen gleichzeitig prellen
  5. Gegengleich mit den verschiedenen Bällen prellen
  • Ein anderes Programm ohne Hilfsmittel wäre:
  1. Auf einem Bein stehen mit halten
  2. Einbeinstand ohne halten
  3. Einbeinstand mit geschlossenen Augen

Posten 3 – Koordinative Aspekte im Leistungssport

  • Koordination zwischen Adduktoren & Hüftbeuger bzw. Strecker (Adduktoren arbeiten mehr)
  • Effizient auf einem Bein schaffen, da das Rennen auch einbeinig ist.
  • Im ermüdeten Zustand: die Koordination wird nicht verbessert, aber trainiert.

KISS-Studie

  • Tapping:

Mit besseren Hand li & re Tappen, wobei die schlechte Hand in der Mitte ist. Koordinative Fähigkeiten:

  • Kopplungsfähigkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Differenzierungsfähigkeit
  • Rhythmisierungsfähigkeit
  • Sit & reach:

Ganz klar ein Stretching Test, wo die Bewegung gefragt ist, nicht koordinativ!

  • Balancieren:

Koordinative Fähigkeiten:

  • Gleichgewichtsfähigkeit
  • Orientierungsfähigkeit
  • Rhythmisierungsfähigkeit (gleichmässig geht es besser)
  • Seitliches hin & her springen innerhalb 15 Sekunden:

Koordinative Fähigkeiten:

  • Reaktionsfähigkeit
  • Rhythmisierungsfähigkeit
  • Differenzierungsfähigkeit
  • Kopplungsfähigkeit
  • Medizinball stossen:

Differenzierungsfähigkeit. Dieser Test ist eher ein Krafttest, denn ob ich den Ball wegstossen kann hängt von der Kraft ab. Mit Anlauf: dann werden die koordinative Fähigkeiten ausgeschaltet.

  • Rumpfbeugen:

Einfachste & schnellste Übung um die Bauchmuskeln und Hüftbeuger zu testen ◊ Krafttest. Es braucht aber auch bis zu gewissem Grad die Koppelungsfähigkeit.

  • Sprint: Schnellkraft.

Koordinative Fähigkeiten:

  • Kopplungsfähigkeit
  • Rhythmisierungsfähigkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Jump & Reach
    • Kopplungsfähigkeit
    • Gleichgewichtsfähigkeit
    • Orientierungsfähigkeit
  • Klimmzug halten: (Krafttest)

Aber auch: Reaktions- und Koppelungsfähigkeit. Schwingen braucht mehr Kraft, daher soll man die Kinder an die Stange hängen.

Trainingslehr Praktikum 2

Aerobe Leistungsfähigkeit

Cooper-Test (12 Minuten-Lauf) -> Maximaltest

Zweck: Einschätzung der Leistung und je nachdem Einschätzung der VO2max

Messparameter:

  • Distanz

Vorteile:

  • Billig
  • Feldtest
  • Keine Blutentnahme

Nachteile:

  • Motivationsabhängig, weil volle Ausbelastung nötig ist.
  • Kein Labortest, d.h. er ist abhängig von Rahmenbedingungen(Wetter)
  • Gut trainierte Läufer haben eine viel höhere Laktattoleranz und laufen die 12-min mit relativ hohen Laktatwerten. D.h. unter beträchtlichem Einsatz der anaeroben Kapazität. → Test ist nicht so geeignet.
  • Es ist nur eine Schätzung der VO2max, also eine Groborientierung.
  • Bei Kinder und Jugendlichen stehen die Laufleistung und die VO2max in keiner engen Korrelation.
  • Aufgrund der Aussagen ist keine Trainingsempfehlung möglich.
  • Test ist nicht ohne Risiko-Einschätzung zu machen.

Der Test ist geeignet für Schulen und Militär.

Beachte: der 12 Minuten-Lauf soll in regelmässigem Tempo und ohne Endspurt gelaufen werden (aerober Test). Deshalb letzte Minute nicht anpfeifen.

Conconi-Test -> Maximaltest

Zweck: Festlegen der anaeroben Schwelle.

Messparameter:

  • Herzfrequenz

Leistungsphysiologische Hintergründe:

Bei kontinuierlich gesteigerter Belastung besteht ein linearer Bezug zwischen Belastungsintensität und Herzfrequenz. Ab einer bestimmten Intensität kommt es zu einem Knick (Deflektionspunkt). Der Sauerstoffbedarf in der Muskulatur übersteigt das Sauerstoffangebot des Blutes. Wird die Belastung weiter erhöht, so muss die zusätzlich benötigte Energie lokal ohne Sauerstoff gewonnen werden. Dieser Stoffwechsel bildet Milchsäure. Der Blutzustrom zum Muskel, und damit auch die HF, steigt nur noch geringfügig an. Nach Conconi zeigt der Deflektionspunkt die maximale Arbeitsintensität an, bei der die Energiegewinnung noch rein aerob bereitgestellt wird.

Vorteile:

  • Der Test führt nicht zur Erschöpfung, da er jederzeit abgebrochen werden kann.
  • Über die Feststellung der maximalen Laufgeschwindigkeit kann die aktuelle aerobe Leistungsfähigkeit ermittelt werden.
  • Eignet sich gut für intraindividuelle Vergleiche.
  • Gut standardisiert.
  • Kein grosser Aufwand, um den Test durchzuführen

Nachteile:

  • Deflektionspunkt ist nicht bei allen ersichtlich und ist schwierig zu bestimmen.
  • „Conconi-Schwelle“ stimmt oft nicht mit der anaeroben Schwelle einer Laktatmessung überein. (Deshalb lieber Conconi-Schwelle nennen)
  • Man muss stark auf die Standardisierung achten, da die Schwellenwerte sehr sensibel auf Veränderungen der Ausdauerleistungsfähigkeit, aktuelle Ermüdungs- und Regenerationszustände reagieren.
  • Motivationsabhängig, weil man nach dem Knick auch noch Punkte braucht um den Deflektionspunkt überhaupt zu erkennen. (durabissa)

Je besser die Ausdauerleistungsfähigkeit, mit umso geringerer Herzfrequenz kann eine gegebene Laufgeschwindigkeit absolviert werden.

Beim kinder- und jugendadaptierten Conconi-Test fand man einen regelmässig nachweisbaren und gut reproduzierbaren Knickpunkt. → geeignet für Steuerung bzw. Beurteilung der Ausdauerleistungsfähigkeit für Kinder und Jugendliche.

Der Test ist geeignet für Breiten- und Leistungssportler. Wenn nach dem Test weiter trainiert wird mit Hilfe der Angaben, dann würde sich in einem zweiten Test ca. 3 Monate später die Kurve nach rechts verschieben.

4 x 1000m Test -> Maximaltest

Zweck: Anhand der Maximalgeschwindigkeit werden die anaerobe Schwelle, die VO2max und die Trainingsintensitäten abgeschätzt.

Messparameter:

  • Herzfrequenz
  • Zeit

Vorteile:

  • Feldtest
  • billig
  • einfache Testanlage

Nachteile:

  • Tempowahl ist schwierig. V.a. für weniger gut trainierte und erfahrene Läufer.
  • Der Test hängt von der maximalen Laufgeschwindigkeit ab. Deshalb ist volle Ausbelastung und somit volle Motivation notwendig.
  • Über- oder unterschätzt sich jemand müssen die berechneten Trainingsintensitäten nach oben oder unten korrigiert werden. (Ungenauigkeit)
  • Der Test findet im Freien statt. Rahmenbedingungen müssen jeweils standardisiert werden.

Der Test wird Hobby- wie auch Leistungssportlern empfohlen. Für völlig untrainierte ist er jedoch nicht ideal.

2km-Walkingtest

Zweck: Einschätzung der VO2max und Berechnung des Fitness-Index (zeigt persönliche Fitness-Kategorie im Verhältnis zu anderen Personen desselben Alters).

Messparameter:

  • Zeit
  • Pulsfrequenz

Vorteile:

  • einfache Testanlage
  • auch geeignet für ältere, weniger trainierte und/oder übergewichtige Personen

Nachteile:

  • Der Test findet im freien statt. Rahmenbedingungen müssen jeweils standardisiert werden.
  • Da der Test submaximal ist sind die Resultate nicht so genau.
  • Für Spitzenathleten nicht geeignet

Für gut trainierte Personen ist der Walking - Test nicht geeignet, denn obwohl sie die Maximalgeschwindigkeit laufen, kommen sie nicht an ihr Belastungsmaximum. Ab einem gewissen Tempo ist es nämlich auch eine Koordinationsfrage.

Empfohlen wird der Test für 20-65-jährige sportlich normal aktive Personen, die keine Krankheit, keine Gebrechen und keine auf die Herzfrequenz wirkende Medikation haben, die das zügige Gehen behindern könnten.

Beachte: die Zeit hat den grössten Einfluss auf das Testergebnis. Die Strecke und die Zeitmessung sollten also ziemlich genau sein.

Astrand-Test → submaximaler Test Zweck: Einschätzung der VO2max.

Messparameter: Herzfrequenz und Leistung (Watt); Blutdruck (Abbruchkriterium)

Vorteile:

  • submaximaler Test (Motivation spielt keine grosse Rolle)
  • nicht so ein grosser Aufwand wie bei der Spiroergometrie
  • billiger
  • kann diesen Test auch mal im Fitnesscenter durchführen

Nachteile:

  • relativ ungenau, Schätzfehler ziemlich hoch
  • die Tabelle besteht aus Durchschnittswerten, je nach Person kann es grosse Abweichungen geben.
  • für gewisse Personen nicht sportartspezifisch und somit nicht die gleiche Belastung.

Anaerobe Leistungsfähigkeit

20m Shuttle Run Test -> Maximaltest

Zweck: Schätzung der VO2max, Bestimmung der anaeroben Schwelle und die im anaeroben Bereich erbrachte Leistung.

Messparameter:

  • Herzfrequenz
  • Geschwindigkeit

Vorteile:

  • Feldtest
  • billig
  • braucht keine besondere Anlage

Nachteile:

  • Motivationsfrage
  • VO2max wird nur geschätzt

Der Test eignet sich vor allem für Spielsportarten da das stopp and go integriert ist.

Die Schwelle wird analog zum Conconi-Test ermittelt (d.h. ähnliche Nachteile).

300 Yard Shuttle Test -> Maximaltest

Zweck: Aussage über die anaerobe Leistungsfähigkeit.

Vorteile:

  • für Kinder gut geeignet
  • einfacher Testaufbau, einfach durchführbar
  • billig
  • Feldtest
  • Guter Test für Spielsportler

Nachteile:

  • es gibt zurzeit keine Normtabellen. Nur Vergleiche innerhalb der Gruppe.
  • Motivationsfrage
  • Die Genauigkeit liegt bei +/- 10%. → für Leistungssportler nicht geeignet.

Da es keine Normtabellen zu diesem Test gibt ist er vor allem für den intraindividuellen Vergleich oder für den Vergleich innerhalb einer Trainingsgruppe geeignet.

Dieser Test wird v.a. in Klassen oder in Vereinen (Spielsportarten) durchgeführt → Wettkampfcharakter. Er wird dann durchgeführt, wenn man Pläne bzw. Ziele hat.

Kindermann Test -> Maximaltest

Zweck: Testen der anaeroben Kapazität. (alaktazide Kapazität)

Messparameter:

  • Zeit
  • Herzfrequenz
  • Laktat

Vorteile:

  • Sehr kurz

Nachteile:

  • Blutentnahme

Je niedriger der maximale Nachbelastungslaktatwert liegt, desto höher soll die alaktazide Kapazität sein. Das Testergebnis wird neben der Kreatinphosphatkonzentration auch durch die maximal aerobe Leistungsfähigkeit beeinflusst, da nach 40 sec Belastung zunehmend auch die aerobe Energiebereitstellung an Bedeutung gewinnt.

Wingate Test -> Maximaltest

Zweck: Testen der anaeroben Kapazität. (alaktazide Kapazität). Eine Bewertung der Fähigkeit einzelner Muskelgruppen zur Durchführung kurzer supramaximaler Arbeit.

Messparameter:

  • Laktat
  • Herzfrequenz

Berechnet wird:

  • Spitzenleistung (Peak Power) → Schnellkraft und Maximalkraft, Abbau von ATP und KP
  • Durchschnittsleistung (Mean Power) → anaerobe Kapazität
  • Erschöpfungsindex (Fatigue Index) → Anaerobe Widerstandsfähigkeit

Der Test wird auf einem drehzahlabhängigen Ergometer durchgeführt. Nach einer 5-10 minütigen Aufwärmphase geht es darum, bei einer eingestellten Bremskraft von 0,75-1.05 N/kg Körpergewicht eine maximale Pedalgeschwindigkeit zu erreichen und wenn möglich, diese zu halten. Die maximale Leistung wird bei der höchsten Pedalgeschwindigkeit in der Regel nach ca. 3-5 Sekunden erreicht. Die „Peak Power“ soll identisch sein mit der maximalen alaktaziden Leistungsfähigkeit.

Nachteile:

  • Blutentnahme
  • Methodenkritische Untersuchungen haben jedoch aufgezeigt, dass die „Peak Power“ von verschiednen Faktoren abhängig ist, so z.B. von der vorgegebenen Bremskraft.

Im Allgemeinen ist es sehr schwierig bei einem Test die anaerobe Kapazität und Leistungsfähigkeit zu ermitteln. Eine wesentliche Ursache hierfür ist, dass alle für die Stoffwechselprozesse benötigten Substrate in der Muskelzelle vorliegen und diese nur durch aufwendige Verfahren, wie z.B. muskelbioptische Analysen direkt gemessen werden können. Das Ermitteln der aeroben Kapazität und Leistungsfähigkeit ist leichter. Die Technik ist heute so weit entwickelt, dass eine kontinuierliche Registrierung der Sauerstoffaufnahme und damit eine direkte Messung des aeroben Energiestoffwechsels auch unter sportartspezifischen Bedingungen ohne wesentliche Beeinträchtigung des Sportlers möglich ist.

Autoren

Andrea und Annina

 
zusammenfassung_trainingslehr_praktikum.txt · Zuletzt geändert: 2007/07/21 16:23 von 83.76.55.84
 
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