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Hier die Zusammenfassungen der Vorlesungen Ausdauertraining 1 bis 4 sowie Doping 1. Verwendet eines der Word- oder pdf- Dokumente, dort ist alles gut leserlich aufgelistet und ihr findet noch einige Skizzen.

Gruss Giama

~~DISCUSSION~~

trainingslehre.pdf trainingslehre.doc

Trainingslehre Zusammenfassung Ausdauertraining1- 4 und Doping1

Ausdauertraining 1

Begriffe und Arten der Ausdauer: Allgemeine (Muskel-) Ausdauer: auch sportunabhängige Ausdauer genannt. umfasst mehr als 1/7 bis 1/6 der gesamten Skelettmuskulatur. Lokale (Muskel-) Ausdauer: auch spezielle Ausdauer genannt, ist Sportarten spezifisch. entspricht weniger als 1/7 der Gesamtmuskulatur.

Entwicklung der Ausdauer- Trainingsmethoden im Zeitverlauf am Bsp. Der Leichtathletik: - um 1900 Dauerlauf und Marschtraining auf Strassen oder im Gelände - Wiederholungstraining (mit vollständiger Erholung) an amerikanischen Universitäten. - In 30er Jahren aus Schweden: Moostraining, Fahrtspiel - Vor dem 2. WK: Intervallprinzip (Wiederholungstraining mit relativ vollständiger Erholung) - Nach dem 2. WK: Intervalltraining nach Emil Zatopek (10 Mal 100, 200 oder 400 Meter. Immer Höchsteinsatz geben. In den Pausen über gleiche Laufstrecke traben. Variation der Trainingsformen: bis 100 Mal 400 Meter! - Heute: Mischung der verschiedenen Trainingsformen, je nach Strecke, Fähigkeiten und Trainingsmöglichkeiten der Athleten inkl. Krafttrainingsformen. Grund für Krafttraining: Kraftausdauer, Krafttraining als Reserve für lange Saison (Ende Saison schrumpft Muskulatur durch das viele Laufen), Verletzungsvorbeugung (Gelenke werden stabilisiert), Krafttraining stärkt Knochen.

Geschlechtsunterschiede bei Ausdauerleistungsfähigkeit: Frauen zeigen, im Vergleich der Weltbestenzeiten im Sprint und 10 000 m- Lauf, 10- 15 % schlechtere Werte als Männer, weil… - Körper- und Organgrösse unterschiedlich (biomechanische Nachteile). Frauen sind ca. 15 Kg leichter und 12 cm kleiner. - 2- 3 Kg mehr Fett bei Frauen - Weniger Testosteron bei Frauen = weniger Kraft - Niedrige Mitochondrienmasse bei Frauen = verminderte Sauerstoffverwertungskapazität - Kleineres Herz bei Frauen

Genetische Disposition und Weltbestleistungen am Bsp. Der Leichtathletik: Die weltbesten Langstreckenläufer stammen aus Afrika nördlich der Sahara, die weltbesten Sprinter aus Westafrika, südlich der Sahara. Es herrscht ein Gendrift durch Geografische Trennung! Norden und Süden sind gentechnisch nicht miteinander verwandt. Afrikaner haben „besseres“ Genmaterial als weisse Europäer. Gentechnische Voraussetzungen bestimmen die Leistungsfähigkeit. Darüber wurden jedoch nur wenige Untersuchungen gemacht und deshalb liegen nur Schäzungen vor. 2 verschiedene Studien weisen einen genetischen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von 40% respektive 75- 95% auf. → Gendoping?

Dosis- Wirkung: Aktivitätsumfang, um Gewinn für die Gesundheit zu erzielen: Inaktive erhalten bereits nach wenig Aktivität einen hohen Gewinn für die Gesundheit. Je aktiver und trainierter eine Person ist, desto mehr Aktivität ist nötig, um einen gesundheitlichen Gewinn zu erhalten.

Bewegungsmangel als Risikofaktor: - Bewegungsmangel ist der Risikofaktor Nr. 1 in Bezug auf Herzkreislauf- Erkrankungen (ACSM 2000). Nicht bewegen ist das schlimmste was man dem Körper antun kann. - Empfehlung adäquater physischer Aktivität zur Prävention und Gesundheitsförderung: 1000- 2000 Kcal pro Woche durch Bewegung abbauen. → Reduktion Herzinfarktrisiko um ca. 2/3!

Risikoentwicklung in Abhängigkeit des BMI: - Mit zunehmendem BMI steigt das Herzinfarktrisiko an. Ab einem BMI von 35 besteht bereits ein hohes Risiko. - Die Mortalitätsrate für Herz- Kreislauf- Erkrankungen steigt mit zunehmendem BMI. Aber: Übergewichtige Personen, die fit sind, sind nur einem leicht höheren Risiko ausgesetzt, als Normalgewichtige. Hingegen besteht für inaktive Leute mit hohem BMI ein um das Vielfache grössere Mortalitätsrisiko als für Normalgewichtige. Deshalb ist es vernünftiger, 1000- 2000 Kcal/ Woche durch Bewegung abzubauen, als durch fasten.

Die Bewegungspyramide: siehe Word- oder PDF- Dokument!

Walking verlängert Lebenserwartung: In 12- jähriger Studie mit gesundenn ,ichtrauchenden Männern über 60 Jahren war Sterberate - bei denjenigen, die weniger als 1,5 Km/ Tag gingen, ca. doppelt so hoch wie - bei denjenigen, die 3,5 Km oder mehr/ Tag gingen. → Unterschied in Lebenserwartung von über 5 Jahren!

Bewegungsmangel – Trackingeffekt: Der Bewegungsmangel ist ein Risikofaktor von übergeordneter Bedeutung für die Entwicklung koronarer Herz-Krankheiten, Typ II Diabetes, Übergewicht und weitere Risikofaktoren. In der Kindheit erworbene Verhaltensmuster bleiben oft ein Leben lang bestehen (Trackingeffekt).

Ursachen für Übergewicht bei Kindern: - Ernährungsverhalten (Vorbildfunktion der Eltern) - Bewegungsverhalten (Inaktivität). Ein wichtiger Faktor ist dabei der Fernsehkonsum. - Genetische Prädisposition (= Erblich bedingte Neigung zu Erkrankungen) - Qualität des Bewegungs- und Sportunterrichtes in Kindergärten und Primarschulen? Teufelskreis: - Übergewichtige Kinder befinden sich in einem Teufelskreis, der nur schwer durchbrochen werden kann. Durch das zusätzliche Gewicht ist Bewegung, Spiel und Sport viel anstrengender als für ihre schlankeren Kollegen. - Übergewichtige Kinder bewegen sich meist weniger gerne und sind dadurch oft weniger geschickt. - Du bist im Tor! …

Ausdauertraining 2

Tipps für Einsteiger: 1. Zum Anfangen ist es nie zu spät! Körperliche Bewegung, Ausdauer- und auch Krafttraining können in jedem Lebensalter begonnen werden und haben einen positiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit, Fitness, Gesundheit und Lebensqualität. 2. Hören Sie auf Ihren Körper! Treiben Sie nur Sport, wenn Sie sich gesund fühlen und beachten Sie die Empfehlungen der schweizerischen Gesellschaft für Sportmedizin für eine vorgängige ärztliche Untersuchung. 3. Beginnen Sie langsam, steigern Sie allmählich! Beginnen Sie mit wechselweisem Marschieren und leichtem Joggen (z.B. 3 Min. joggen und 3 Min. marschieren) während gut 20 Minuten. Von Training zu Training verlängern Sie die gejoggten Abschnitte, verkürzen die Marschpausen und gehen schliesslich in kontinuierliches, gemütliches Jogging für 20 Min. über. Zügiges Gehen (Walking) allein ist aber auch schon trainingswirksam. 4. Von Mal zu Mal gehts leichter: Belastungsdauer kommt vor Tempo! Wenn Sie sich gut fühlen, steigern Sie vorerst den Umfang von 20 auf 30 Min., später auf 40 Min. Das Lauftempo sollten Sie erst zu steigern beginnen, wenn Sie 30–40 Min. problemlos am Stück laufen können. 5. Bewegen Sie sich und laufen Sie so, dass Sie jederzeit noch mit jemandem sprechen können! Mit Einhalten dieser «Sprechregel» sind Sie nicht zu schnell unterwegs. Der gesundheitlich optimale Trainingseffekt ist bei lockerem Tempo auch vorhanden. Zudem kann Laufen zu zweit oder in einer Gruppe besonders anregend sein, wenn man sich noch unterhalten kann. Wenn Sie gezielter trainieren wollen (z.B. mit Herzfrequenzkontrolle), lassen Sie sich beraten und absolvieren einen Leistungstest in einem anerkannten Fitnesscenter oder bei einer sportmedizinisch geschulten Fachperson. 6. Regelmässigkeit ist das oberste Gebot! Ideal ist Ausdauersport jeden zweiten Tag. Planen Sie die sportliche Sequenz fest in Ihrer Agenda ein – sie ist ebenso wichtig wie andere dringende Sitzungen und Meetings. Es muss indessen nicht immer Sport sein: Bereits mit täglich 30 Min. moderater Bewegung haben Sie einen signifikanten Schutz vor zahlreichen «Zivilisationskrankheiten». 7. Variieren Sie! Es muss nicht immer Joggen sein: Radfahren und Biken, Aquafit und Schwimmen, Inlineskating und Skilanglauf sind – wenn Sie dabei leicht ins Schwitzen kommen – ebenso trainingswirksam wie Laufen. Verunmöglichen Gelenkprobleme schmerzfreies Joggen, sind die genannten Sportarten als Alternativen zu empfehlen. 8. Ergänzen Sie das Ausdauertraining mit Kraft- und Beweglichkeitsübungen! Eine stabile Rumpfmuskulatur kann Rückenschmerzen vorbeugen. Stretching und Gymnastik fördern und erhalten die Beweglichkeit. Dieses Ergänzungstraining ist insbesondere für über 50-Jährige ein «Must». 9. Gutes Material und passende Vorbereitung fördern das Vergnügen! Achten Sie auf die richtige Ausrüstung (gute, individuell angepasste Laufschuhe; funktionelle Kleidung). Tragen Sie in der Dunkelheit reflektierende Kleider. Trainieren Sie nicht mit vollem oder ganz leerem Magen. 10.Genügende Erholung und Körperpflege fördern die Leistungsfähigkeit! Vergessen Sie nicht, dass der Körper nach der Belastung Ruhe und Erholung braucht, damit sich ein Trainingseffekt einstellt (Prinzip der «Superkompensation»). Ist die Arbeitsbelastung so hoch, dass die Erholung sicherlich zu kurz kommt, lassen Sie das Training am besten ausfallen.

Tipps für Ausdauersportler: 1. Mit gezieltem Training zu einer besseren Leistung Planen Sie Ihr Training gezielt auf Ihre Wettkampfhöhepunkte hin. Legen Sie entsprechende Schwerpunkte mit einer Einfach- oder Doppel- Periodisierung (ein-/ zweigipflige Saisonplanung). Die Trainingssteuerung kann weiter durch das Einplanen von Makro- (erstrecken sich über mehrere Wochen) und Mikrozyklen (erstrecken sich über mehrere Tage, z.B. eine Trainingswoche) mit entsprechender Belastungsvariation verfeinert und effizienter gestaltet werden. 2. Hören Sie auf Ihren Körper Treiben Sie nur Sport, wenn Sie sich gesund fühlen. Besonders bei fieberhaften und/oder grippalen Erkrankungen ist Vorsicht geboten und die nötige Zurückhaltung am Platz. Mit Fieber, auch bei nur leicht erhöhten Temperaturen, wird nicht trainiert! Denn Training zu diesem Zeitpunkt kann kontraproduktiv oder gar gefährlich sein. 3. Das Trainingstagebuch, die Trainingssteuerung und Leistungstests Das Führen eines Trainingstagebuches zur Dokumentierung des durchgeführten Trainings ist eine gute Hilfe und ein wichtiges Werkzeug für Athlet und Trainer. Zusätzlich zu Beobachtungen und Gefühl von Athlet und Trainer, Trainingsmessungen und Zeittests kann ein standardisierter Leistungstest zur Dokumentierung der Leistungsentwicklung sehr hilfreich sein. Bei Durchführung eines Laktatstufentests (z.B. von Swiss Olympic) ist dieser ebenfalls aussagekräftig für die Belastungsoptimierung mittels herzfrequenzgesteuerten Trainings. 4. Belastungsdauer versus Tempo Versuchen Sie, einmal pro Woche eine klar längere Einheit, im Sinne eines Long-Jog im lockeren Dauerlauf, einzuplanen. Sie können sich so gerade auch auf längere Belastungen vorbereiten. Grundsätzlich gilt: Je länger die Einheit, desto gemächlicher das Tempo. Planen Sie aber bewusst auch schnelle Einheiten, bei welchen Sie das Wettkampftempo simulieren oder sogar schneller als dieses laufen. Diesbezüglich interessante Trainingsformen sind beispielweise solche, welche eine hohe Geschwindigkeit der Bewegungsausführung verlangen, aber auf Grund der kurzen Dauer nicht zu viel Laktat anhäufen lassen (z.B. Intervall 15 Sek.– 15 Sek. locker; oder Intervall 30 Sek.– 30 Sek. locker). Sie trainieren so gezielt Ihre neuromuskulären Fähigkeiten für den Bewegungsablauf. Je besser trainiert Ausdauersportler sind, umso wichtiger wird das Prinzip der Variation (Distanz und Tempo). 5. Laufen Sie so, dass Sie bei lockeren Einheiten noch jederzeit mit jemandem sprechen können Mit dem Einhalten dieser «Sprechregel» sind Sie nicht zu schnell unterwegs. Trainings zu zweit oder in einer Gruppe können besonders anregend sein, wenn man sich noch unterhalten kann. Beachten Sie bei Einheiten in höheren Intensitätsbereichen die individuellen Unterschiede und lassen Sie sich nicht «jagen», sondern halten Sie sich an Ihren Herzfrequenzbereich – oder an Ihr Laufgefühl. Auch im mittleren Intensitätsbereich sollten Sie nicht völlig ausser Atem kommen, sondern noch kurze Sätze oder Stichworte austauschen können. 6. Zuerst die Grundlagen, dann die Qualität Wie beim Bauen eines Hauses mit dem Fundament begonnen wird, ist im Ausdauersport das Legen einer Basis, also das Aneignen einer Grundlagenausdauer, das A und O. Dies sollte in der Saison- und Trainingplanung mit einem Schwergewicht auf der Grundlagenausdauer (Trainingsintensitäten «locker» und «mittel») für die Aufbau- und Vorwettkampfphase berücksichtigt werden. Auch in der Wettkampfphase soll die Grundlagenausdauer ihren festen Platz im Trainingsprogramm haben und nicht vernachlässigt werden. In der Vorwettkampfphase und der Wettkampfphase wird das Training mit den gezielt eingeplanten qualitativen Einheiten ergänzt (Stufen «schnell» und «Intervall»). Hier gilt ganz besonders: Weniger ist oft mehr. Als Faust-regel kann gelten: auf 3–4 Einheiten maximal 1 Einheit «schnell» oder «Intervall». Auch Spitzenathleten können deshalb nicht mehr als 2 bis höchstens 3 derartige «qualitative Trainings» pro Woche absolvieren. 7. Variieren Sie auch die Ausdauerdisziplin Es muss nicht immer Joggen sein: Radfahren und Biken, Aquafit und Schwimmen, Inlineskating und Skilanglauf sind sehr gute Trainingsalternativen, insbesondere in der Grundlagenperiode oder auch in Regenerationsphasen, z.B. nach Wettkämpfen. Vielfältige Bewegungsformen im Training können Ermüdungs- und Überlastungsproblemen vorbeugen. Solche Alternativtrainings sind gerade auch für die Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten sehr förderlich. 8. Ergänzen Sie das Ausdauertraining mit Kraft- und Beweglichkeitsübungen Eine stabile Rumpfmuskulatur kann Rückenschmerzen vorbeugen. Stretching und Gymnastik fördern und erhalten die Beweglichkeit. Dieses Ergänzungstraining ist gerade für den leistungsorientierten Ausdauersportler ein «Must» und gehört in die Trainingsplanung. 9. Gutes Material und passende Vorbereitung fördern das Vergnügen und ermöglichen eine gute Leistung Achten Sie auf die richtige Ausrüstung (gute, individuell angepasste Laufschuhe; funktionelle Kleidung). Tragen Sie in der Dunkelheit reflektierende Kleider oder rüsten Sie sich mit einer Lampe aus, damit die anderen Verkehrsteilnehmer Sie sehen. Beachten Sie die Grundregeln einer sportangepassten Ernährung mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr mit iso- bzw. hypotonischen Getränken sowie einem ausgewogenen Energie- haushalt vor, während und nach einem Training. Planen Sie die Ernährung im Hinblick auf Wettkämpfe ganz bewusst und nehmen Sie sich Zeit für das Füllen der Glykogenspeicher (Carboloading) vor und unmittelbar nach dem Wettkampf (Recharging). 10.Genügende Erholung und Körperpflege fördern die Leistungsfähigkeit – ein Ruhetag in der Woche ist ein Gewinn Damit sich ein optimaler Trainingseffekt einstellt («Superkompensation»), braucht der Körper nach der Belastung Ruhe und Erholung. Planen Sie entsprechende Einheiten in Ihr Tagesprogramm ein, sei es eine Massage, ein Bad oder ein Saunabesuch. Achten Sie darauf, gerade auch wenn Sie mehr als einmal täglich trainieren, bewusst Ruhetage einzuplanen, an denen Sie Ihrem Körper die Erholung gönnen und kein Training absolvieren.

Tipps für Fortgeschrittene: 1. Ausdauersport – idealerweise «for ever»! Ausdauer- und Krafttraining können in jedem Lebensalter begonnen werden und haben einen positiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit, Fitness, Gesundheit und Lebensqualität. Die Trainierbarkeit, im Sinne einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit, nimmt auch im höheren Alter kaum ab – allerdings braucht es stetes Training, um das erreichte Niveau zu halten. Und nach einigen Jahren wird sich ein leistungslimitierender Alterseinfluss bemerkbar machen. 2. Hören Sie auf Ihren Körper! Treiben Sie auch als trainierte Person nur Sport, wenn Sie sich gesund fühlen. Besonders bei fieberhaften und/oder grippalen Erkrankungen ist Vorsicht geboten und Zurückhaltung am Platz. Mit Fieber, auch bei nur leicht erhöhten Temperaturen, wird nicht trainiert! 3. Regelmässiges Training macht Freude und steigert die Leistungsfähigkeit! Ideal ist Ausdauersport mindestens jeden zweiten Tag. Versuchen Sie, wenn immer möglich mindestens drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche zu absolvieren. Planen Sie diese sportlichen Sequenzen fest in Ihrer Agenda ein – sie sind ebenso wichtig wie andere dringende Sitzungen und Meetings. Nutzen Sie das Wochenende zu zwei aufeinander folgenden Trainings. 4. Belastungsdauer kommt grundsätzlich vor Tempo! Wenn Sie nun bereits dreimal in der Woche eine Ausdauereinheit absolvieren, versuchen Sie primär, die Dauer pro Einheit zu erhöhen. z.B: von einer halben Stunde auf jeweils 45 Min., später auf 60 Min. So erzielen Sie den grösseren Effekt als mit noch so gut geplanten Tempovariationen während zeitlich limitierter Kurztrainings. 5. Laufen Sie so, dass Sie bei lockeren Einheiten noch jederzeit mit jemandem sprechen können! Mit dem Einhalten dieser «Sprechregel» sind Sie nicht zu schnell unterwegs. Der gesundheitlich optimale Trainingseffekt ist bei lockerem Tempo auch vorhanden. Zudem kann Ausdauersport zu zweit oder in einer Gruppe besonders anregend sein, wenn man sich noch unterhalten kann. Sollten Sie im späteren Verlauf auch intensivere Einheiten in der Gruppe durchführen, beachten Sie die individuellen Unterschiede und lassen Sie sich nicht «jagen», sondern halten Sie sich an Ihren Herzfrequenzbereich – oder an Ihr Laufgefühl. Auch im mittleren Intensitätsbereich sollten Sie nicht völlig ausser Atem kommen, sondern noch kurze Sätze oder Stichworte austauschen können. 6. Zuerst die «Ausdauerbasis», dann erst «qualitative» Einheiten! Wie beim Bauen eines Hauses mit dem Fundament begonnen wird, ist im Ausdauersport das Legen einer Basis, also das Aneignen einer Grundlagenausdauer, sehr wichtig. Dies sollte in der Saison- und Trainingsplanung mit einem Schwergewicht auf der Grundlagenausdauer (Trainingsintensitäten «locker» und «mittel») für die Aufbau- und Vorwettkampfphase berücksichtigt werden. Auch in der Wettkampfphase soll die Grundlagenausdauer ihren festen Platz im Trainingsprogramm haben. In der Vorwettkampfphase und der Wettkampfphase wird das Training mit den gezielt eingeplanten qualitativen Einheiten ergänzt (Trainingsintensitäten «schnell» und «Intervall»). Hier gilt ganz besonders:«weniger ist oft mehr!» Als Faustregel kann gelten: auf 3–4 Trainingseinheiten maximal 1 «qualitative» Einheit, d.h.«schnell» oder «Intervall». 7. Variieren Sie! Es muss nicht immer Joggen sein: Radfahren und Biken, Aquafit und Schwimmen, Inlineskating und Skilanglauf sind sehr gute Trainingsalternativen. Vielfältige Bewegungsformen im Training können Ermüdungs- und Überlastungsprobleme vorbeugen. Solche Alternativtrainings sind gerade auch für die Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten sehr förderlich. 8. Ergänzen Sie das Ausdauertraining mit Kraft- und Beweglichkeitsübungen! Eine stabile Rumpfmuskulatur kann Rückenschmerzen vorbeugen. Stretching und Gymnastik fördern und erhalten die Beweglichkeit. Dieses Ergänzungstraining ist gerade beim fortgeschrittenen Ausdauersportler wichtig und sollte bewusst eingeplant werden. 9. Gutes Material und passende Vorbereitung fördern das Vergnügen und ermöglichen eine gute Leistung! Achten Sie auf die richtige Ausrüstung (gute, individuell angepasste Laufschuhe; funktionelle Kleidung). Tragen Sie in der Dunkelheit reflektierende Kleider oder rüsten Sie sich mit einer Lampe aus, damit die anderen Verkehrsteilnehmer Sie sehen. Beachten Sie die Grundregeln einer sportangepassten Ernährung mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und einem ausgewogenen Energiehaushalt gerade auch vor und nach einem Training. 10.Genügende Erholung und Körperpflege fördern die Leistungsfähigkeit! Vergessen Sie nicht, dass der Körper nach der Belastung Ruhe und Erholung braucht, damit sich ein optimaler Trainingseffekt einstellt (Prinzip der «Superkompensation»).

Doping Teil 1 Entwicklung: 1807 Arsen, Strychnin, Opiate, Alkohol, Kokain, Hypnose 1936 Stimulanzien (Amphetamine, Ephedrine etc.)

Doping als Kavaliersdelikt, es wurde alles ausprobiert. Teilweise tödliche 	Kombinationen. Erste Regelungen (zuerst durch Verbände, dann durch IOK → 	Medizinische Komission). Erste Kontrollen und analytische Nachweise. 

1958 Anabole Steroide (Dianabol, Testosteron etc.)

Zeit der grossen Leistungssprünge, Zeit des Vertuschens, Mentalität der 	„unterstützenden Mittel“, analytische Fortschritte, mehr Kontrollen, längere 	Dopinglisten.

1968 Diuretika (Chlotalidon, Furosemid etc.) 1978 Betablocker (Atenolol, Propranolol etc.) 1980 Blutdoping 1990 Peptid Hormone (HCG, hGH, EPO, Insulin etc.)

Differenz zwischen Verbotsliste und Nachweismöglichkeiten, hochwirksame 	Substanz ohne Entdeckungsmöglichkeit, medizinische Entwicklungen, 	Problematik des Nachweises (immer körperähnlichere Substanzen), 	Einschreiten der staatlichen Organe/ erste Gesetze, Wendejahr 1998: 	Gründung der WADA.

20XX Gendoping

Die Fortschritte in der Biotechnologie machen Gendoping immer 	wahrscheinlicher. Im Tierbereich existiert diese Technik schon. Bereits in 	Peking 2008?

Dopingdefinition: Bereits 1967 wurde eine Definition veröffentlicht. Diese war aber auf Grund vieler Lücken und Zwiespältigkeiten nicht brauchbar. Auch erneuerte Definitionen waren nicht wirklich gelungen. Seit dem 1.1.2004 ist die Welt- Anti- Doping- Agentur (WADA) für die weltweit harmonisierte Dopingbekämpfung verantwortlich. Das WADA- Programm besteht aus… - dem Code (ist verbindlich): Doping ist ein Verstoss gegen die Bestimmungen:

Nachweis verbotener Substanzen/ Methoden
Gebrauch/ versuchter Gebrauch
Verweigerung der Kontrolle
Verletzung der Informationspflicht des Aufenthalts
Verfälschung einer Dopingkontrolle
Besitz durch Athlet/ Umfeld 
Handel
Abgabe, versuchte Abgabe

- 4 verbindlichen Standards

Liste (tritt immer am 1. Januar des neuen Jahres in Kraft. Alte Listen sind ungültig)
ATZ (Ausnahmebewilligungen zu therapeutischen Zwecken)
Kontrollen
Labor

Es gibt also keine Dopingdefinition, aber 8 Verstösse gegen die Bestimmungen der WADA gelten als verboten. Mit Doping werden verbotene Substanzklassen und Methoden gemäss der aktuellen Dopingliste bezeichnet. Dopingmittel sind pharmakologisch aktive Substanzen, je nach Anwendung, Zeitpunkt und Dosierung können sie unterschiedlich eingesetzt weden.

Heutige Doping Methoden: - Erhöhung der Transportfähigkeit von Sauerstoff durch Blutdoping und andere Produkte wie z.B. künstlichen Sauerstoffträgern. - Chemische und physikalische Manipulation, wie z.B. Verfälschung der Blutprobe. - Gendoping (jegliche medizinische nicht indizierte Anwendung) Das Interessante (und gleichzeitig schwierige für die Bekämpfung) an Doping ist, dass es die vielfältigsten Anwendungsmöglichkeiten gibt (Unterstützung für Kraft, Ausdauer, Harmonie, Schmerzunterdrückung, …).

Aufbau der Dopingbekämpfung… Weltweit: Die WADA besteht aus 50% Sport und 50% Staaten (Europa, Afrika, Asien, Südamerika). Die Sportorganisationen sind Signatare, Regierungen werden über UNESCO- Konvention eingebunden.

In der CH: Bei uns herrscht das 3 Säulen Prinzip für die Dopingprävention. Swiss olympic kümmert sich um Kontrollen & Sanktionen, Der Bund (BASPO) ist für die Erziehung & Information, sowie die Forschung zuständig. Das Dopingstatut wird von Swiss Olympic herausgegeben. Das Sportgesetz lautet: Der Bund fördert die Dopingprävention durch Ausbildung, Information, Beratung, Dokumentation und Forschung. Herstellen, einführen, Vermitteln, Vertreiben, Verschieben und Abgeben von Mitteln zu Dopingzwecken ist verboten. Das Anwenden von Methoden zu Dopingzwecken an Dritte ist verboten. Strafbestimmungen: Gefängnis oder Busse.

Dopingstatut: Eine erste Weisung trat schon 1967 in Kraft und wurde seit damals dauernd ausgebaut. Die aktuellste Version stammt vom 12. Mai 2004. Das Dopingstatut baut auf dem WADA Programm auf und beinhaltet folgende Punkte… - Statut, Anhang, Ausführungsbestimmungen:

Das Statut definiert zu Beginn den Begriff Doping als die Ausführung 	verschiedener Taten, wie das Vorhandensein eines verbotenen Stoffes in der 	Probe oder nur schon den versuchten Gebrauch dieser Substanzen. So fällt 	auch die Widersetzung gegen eine Dopingkontrolle oder deren Verfälschung, 	sowie der Besitz von verbotenen Substanzen unter diesen Begriff. Die Swiss 	Olympic beschreibt auch den Handel oder die Verabreichen verbotener Stoffe 	an Dritte, als Doping.

- Fachkommission für Dopingbekämpfung:

Unabhängige Expertenkommission
Rechenschaft dem Sportparlament
Verantwortlich für alle Kontrollen, den Kontrollablauf, die Kontrolleure
Verantwortlich für Anträge an Exekutivrat
Beurteilung, Expertisen

- Disziplinarkammer für Dopingfälle:

= Organ von Swiss Olympic und behandelt als Sport-Strafbehörde die 	einzelnen Fälle. 

Kontrollkonzept: Damit Kontrollen geplant ablaufen, braucht es ein Konzept. Dieses beinhaltet folgende Punkte… - Erstellen eines Jahreskonzepts (OOC= out-of-competition, IC = Wettkampfkontrollen):

Internationale Veranstaltungen im Kontrolljahr
„Gefährdungspotential“ (EPO, Anabolika ...)
Unterstützung durch Swiss Olympic
Doping Geschichte
Kadergrösse

- Monatliche Umsetzung, Berücksichtigung spezieller Vorkommnisse - 60 OOC- Kontrollen Auslosung - Ca. 20% im Nachwuchsbereich Kontrollen sollen überraschend und unberechenbar sein.

3- Kreis- Modell: Für die nationale und internationale Dopingbekämpfung werden Sporttreibende üblicherweise in drei Kreise (oder Gruppen) aufgeteilt. Alle Sporttreibenden in diesen Kreisen unterstehen dem Dopingstatut von Swiss Olympic. D.h. die Dopingliste ist anwendbar und Kontrollen können prinzipiell durchgeführt werden. Lediglich die Pflichten der Sporttreibenden und die Kontrolldichte sind für jeden Kreis unterschiedlich. In der ersten und grössten Gruppen sind alle Sporttreibenden eingeschlossen, die einem Swiss Olympic angeschlossenem nationalen Sportverband oder einem Klub eines solchen nationalen Sportverbandes angehören bzw. an einer Sportveranstaltung teilnehmen, die durch einen nationalen Verband oder einem ihm angeschlossenen Klub autorisiert oder organisiert wird. In diesem Kreis ist die Kontrolldichte am geringsten, es können aber Kontrollen durchgeführt werden und die Dopingliste gilt. In der zweiten Gruppe, dem nationalen registrierten Kontrollpool gelten die Dopingbestimmungen wie oben beschrieben. Zusätzlich haben diese SportlerInnen aber noch folgende Verpflichtungen: ATZ vorgängig einreichen, Meldepflicht der Aufenthaltsorte, Rücktritt. Den dritten Kreis bilden internationale SpitzensportlerInnen. Für diesen Pool sind die internationalen Sportfachverbände verantwortlich. Zu den Verpflichtungen des zweiten Kreises kommen noch evtl. spezielle Vorgaben hinzu.

Fazit: Die Dopingbestimmungen gelten für alle Sporttreibenden, je nach Leistungsklasse bestehen aber andere Verpflichtungen. International ist die WADA für die Harmonisierung der Dopingbekämpfung verantwortlich, national wird ein 3- Säulen Modell angewendet.

Ablauf der Kontrolle: - Aufgebot - Auswahl des Urinbechers - Urinabgabe - Auswahl der Urinflaschen - Verschliessen der Urinflaschen - Unterschrift Die Kontrollen laufen nach streng geregelten Schritten ab. Heikle Punkte bei der Kontrolle sind das Auffinden und Aufbieten, die Sichtkontrolle (bei der Urinabgabe kann auch manipuliert werden) und die Verhinderung von Manipulationen.

Ausdauertraining 3 Ausdauertests zur Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung: Übersicht/ Welchen Test für wen?:

Erläuterungen zu einigen Tests: 12- min- Test: man kann viele Daten gewinnen, ohne Blut zu nehmen Fitness Test Ownindex: Buisness…

4- Stufentest: Jede Testperson läuft 4×1000 m. Das Lauftempo wird bei jeder Stufe erhöht, zwischen den Stufen wird eine Pause von 2 min gewährt. Die Laufzeiten werden erfasst und in km/h notiert. Die mittlere Herzfrequenz auf den letzten 50m wird jeweils notiert. Der 4- Stufentest mit Laktatmessung liefert präzise Informationen zur anaeroben Schwelle. Für Leistungssportler ist der Test aber ungeeignet da die Belastung zu gering ist.

Conconi- Test: Es wird die Conconi- Schwelle bestimmt (Annäherung an anaerobe Schwelle). Dazu muss Blut genommen werden. Dieser Test ist jedoch nur in I, CH, AUT und LI bekannt.

Laktat Stufentest: Der Test wird auf dem Laufband oder dem Fahrradergometer durchgeführt. Hierbei wird die Belastung in genau definierter Weise bis zur individuellen maximalen Belastbarkeit erhöht. In jeder Belastungsstufe wird am Ohrläppchen Blut zur Bestimmung der Laktatkonzentration entnommen. Mit zunehmender Leistung steigt der Gehalt des Laktates im Blut an. Dieser Anstieg wird aufgezeichnet und für die Auswertung des Testes verwendet. Zusätzlich kann die Herzfrequenz-Kurve aufgezeichnet werden. Die Laktatkurve verläuft zunächst linear, bis sie ab einem bestimmten Punkt schlagartig in die Höhe schießt (=anaeroben Schwelle). Skizze siehe Word- oder PDF- Dokument!

Merke:

  1. je besser ich trainiert bin, desto tiefer wird Endlaktatwert
  2. Mit Training kann Laktatwert stark verändert werden
  3. Max. HF ist von verschiedenen Parameter gegeben, kann nicht trainiert werden.
Mögliche Prüfungsfragen: 
A) Versuche ein Diagramm zu zeichnen mit dem Verlauf 	der HF und der Laktatkurve sowie Angaben über 	Borgskala. (Siehe Skript S. 6)
B) Zeichne das Verhalten von HF, Laktat und 	Sauerstoffaufnahme im Trainingsverlauf (4 Tests) auf. 	(Siehe Skript S. 7)

Ausdauertest für spezielle Zielgruppen, Beispiel „6min- walk test“: - Wird vor und nach der Behandlung bei Patienten mit Herz- und Lungenkrankheiten

verwendet. 

- Die zurückgelegte Distanz lässt Aussagen über die Morbidität und Mortalität bei Herzkreislauferkrankungen zu. - Es besteht eine grössere Beziehung zu täglichen Aktivitäten als bei anderen Tests.

Übersicht der Anwendungsmöglichkeit der verschiedenen Tests: siehe Word- oder PDF- Dokument!

Instruktionen vor Leistungstests: - Keine körperlichen Extremleistungen in den drei Tagen vor dem Test - Normal schlafen - Nur leichte körperliche Betätigung am Tag vor dem Test - Benachrichtigung des Testleiters bei interkurrenten Krankheiten oder Einnahme von Medikamenten - Normal essen - Die Ernährung am Tage vor der Untersuchung sowie das Nachtessen am Abend vor dem Test muss allenfalls standardisiert werden (KH reiche Ernährung, Vermeiden von fettreichen Mahlzeiten)

Faktoren, welche die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflussen: - Ernährung: Glykogenreiche Ernährung (Folge: besser Leistung) - Tagesrhythmus: Der Rhythmus der Körpertemperatur ist entscheidend - Vorstartzustand = bedingt reflektorische Umstellung auf Leistung:

  1. vermehrte Ausschüttung von Katecholaminen
  2. vermehrte Ausschüttung von Glukokortikoiden
  3. Anstieg der HF und des Herzminutenvolumens
  4. Erhöhung des Blutdruckes
  5. Anstieg der Atemfrequenz, des Atemvolumens und des Atemminutenvol.

- Aufwärmen: Die Körper- sowie Muskeltemperatur wird erhöht und das kardiopulmonale System wird auf die sportliche Leistung vorbereitet. Eine erhöhte (optimale) Körpertemperatur bezweckt Folgendes: Beim Erreichen einer Optimaltemperatur laufen alle physiologischen Reaktionen mit dem günstigsten Wirkungsgrad ab. Das Aufwärmen sollte min. 10min und max. 30min dauern siehe Skizze im Word- oder PDF- Dokument!

- Ermüdung ist eine reversible Herabsetzung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit. - Erholungsmassnahmen: aktive: Auslaufen Ausschwimmen Ausfahren (Velo), … passive: Schlaf Sauna Massage psychologische: autogenes Training

Ausdauertraining 4

Anatomisch-physiologische Grundlagen Muskelfaserverteilung: Die Ergebnisse einer Untersuchung, von 55 Frauen und 95 Männer (alle untrainiert), durch mATPase-Färbung, zeigen eine fast identische durchschnittliche Fasertypenverteilung bei Frauen und Männern. Interessant ist die grosse Streuung sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Bei den Frauen wurde beispielsweise bei langsamen Fasern (Typ I) eine Spanne von 16.5% bis hin zu 97.4% festgestellt. Diese grossen Unterschiede machen deutlich, wie stark die Fasertypverteilung genetisch bedingt ist.

Übersicht der verschiedenartigen metabolischen und mechanischen Eigenschaften der Fasertypen: siehe Skizze Word- oder PDF- Dokument!

Mögliche Prüfungsfragen: A) Weshalb werden ST-Fasern auch als „rote“ Muskelfasern und die FT-Fasern auch als „weisse“ Muskelfasern bezeichnet? Antwort: Durch Ausdauertraining wird im Muskel (in den ST-Fasern) der Myoglobingehalt angehoben. Myoglobin kann ebenfalls wie Hämoglobin (eisenhaltiger, roter Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen) Sauerstoff reversibel anlagern. Ähnlich wie Hämoglobin dem Blut, verleiht Myoglobin (ebenfalls eisenhaltig und deshalb rot) den ST-Fasern ihre rote Farbe (Bemerkung: Myo = Muskel).

B) Was ist die Aufgabe von Mitochondrien? In welchen Muskelfasern (ST, FTa, FTx/d) sind Mitochondrien vorwiegend enthalten? Antwort: Mitochondrien sind die Kraftwerke der (Muskel-)zellen. Die Hauptfunktion des Mitochondriums ist es, im Rahmen der Zellatmung unter Sauerstoff-Verbrauch, ATP - die universelle Energiewährung der Zelle - herzustellen (aerobe Energiebereitstellung). Besonders viele Mitochondrien finden sich in Muskelzellen, die ihre Energie vorwiegend auf aerobem Weg bereitstellen und das sind die ST-Fasern.

C) Wann werden die ST- (slow twitch), FTa- (fast twitch a) und FTb- (fast twitch b; eigentlich FTx oder FTd) rekrutiert? Antwort: Bei kleinerer Kraft werden zuerst ST- Fasern in Aktion treten; mit steigender Kraft werden zusätzlich FTa und dann zusätzlich FTx resp. FTd rekrutiert.

Energiebereitstellung: Die zentrale Rolle bei der Kontraktion der Muskelfaser spielt die Spaltung des Adenosin-tri-phosphats in Adenosin-di-phosphat und anorganisches Phosphat (ATP→ ADP + Pi). Nur die daraus freiwerdende Energie kann unmittelbar zum Kontraktionsvorgang genutzt werden. Die übrigen energieliefernden Prozesse dienen der Resynthese von ATP. Es gibt folgende Energienachschubreaktionen für die ATP- Resynthese:

1. anaerob- alaktazider Prozess
Kreatinphosphat + Adenosindiphosphat 		 Kreatin + Adenosintriphosphat
	(KrP)				(ADP)				(Kr)		(ATP)
2. anaerob- laktazider Prozess (= anaerobe Glykolyse)
Glucose (Glykogen) 				Laktat + ATP

3. aerober Prozess (= aerobe Glykolyse, oxidativer Glykogenabbau)
Glucose (Glykogen) + O2 			CO2 + H2O + ATP
4. aerober Prozess (= Lipolyse, oxidativer Fettabbau)
freie Fettsäuren + O2				CO2 + H2O + ATP

Energiespeicher, die bei Muskelarbeit abgebaut werden können: - Leberglykogen - Muskelglykogen - Glykose (Körperflüssigkeiten) - Unterhautfett - Intramuskulär - Aminosäurenpool - Strukturproteine (Muskel) die jeweilige Muskelarbeitsintensität (Energiefluss/ Zeiteinheit) bestimmt, welche Energiequellen bevorzugt benützt werden.

Übersicht der Energiebereitstellung: diese Prozesse laufen niemals nacheinander, sondern stets gleichzeitig ab. Energetisches Sauerstoffäquivalent: Bei der Verbrennung von 1 Liter O2 werden - aus Glykogen 5.05 kcal - aus Fetten 4.65 kcal gewonnen. Unter diesem Aspekt erbringt die Glykogenverbrennung Mehrgewinn von ca. 13%. Ist bei geringen bis mittleren Belastungsintensitäten genügend O2 verfügbar, so hat dies keinen Einfluss auf das Verbrennungsverhältnis. Im Grenzbereich der VO2max wird dies jedoch entscheidend. Fettverbrennung findet demnach nur bei geringen Belastungsintensitäten oder bei Glykogenmangel (mit sinkender Belastungsintensität) statt.

Gewichtsreduktion durch Ausdauersport Fettoxidation: Mit nüchternem Magen wird ein Ausdauertraining (Ergometer, Laufband,…) durchgeführt. Die Fettoxidation ist ein Grundzustand im Stoffwechsel (aber häufig zu Gunsten von Glukoseoxidation verdrängt → Reaktivierung Fettstoffwechsel). Die max. Fettoxidation wird unter Belastung erreicht, möglichst ohne Kohlenhydrat- Zufuhr. D.h. ein Nüchterntraining durchführen, nur Wasser zu sich nehmen. Die max. Fettoxidation unter Belastung ist aber sehr variabel. Es gibt Schwankungen von 0,2 bis 1 g/min-1. Nicht zu vergessen ist der Nachbrenn- Effekt: Je länger und intensiver die Belastung, desto stärker der Nachbrenn- Effekt (bis mehrere h).

Idealer Fettverbrennungsbereich: Die Fettverbrennung erreicht ihre höchsten Werte in Abhängigkeit vom Trainingszustand durchschnittlich bei moderaten Intensitäten um 50-65 % der maximalen Sauerstoffaufnahme (siehe Skizze unten: Muskel Triglyzeride). Sie steigt mit zunehmender Belastungsdauer an und wird durch Kohlenhydrataufnahme gehemmt. Männer verbrennen für eine gegebene Belastungsintensität weniger Fett als Frauen. Körperliches Training ist der einzige wissenschaftlich belegte Weg, um die Fettverbrennung zu verbessern. Diverse Nahrungsergänzungen können einen solchen Effekt nicht reproduzierbar hervorrufen.

Bei Fragen zu meinen Zusammenfassungen: www.läck-mar-am-arsch.ch

 
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