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Entwicklung von Gruppen im Sport und Sportunterricht
Bedeutung von Gruppenentwicklung
- Unabhängig wie Gruppen zusammengesetzt sind, Interaktionsprozesse folgen einem Muster
- Kenntnisse im Hinblick auf Gruppenprozesse helfen
- Gruppen zu organisieren und hanzuhaben
- In einem Gruppensetting Ziele zu erreichen
Kleinster gemeinsamer Nenner: Wie lassen sich Gruppen kennzeichnen?
Dimension Beschreibung
- In – Out Teil oder nicht Teil einer Gruppe (Mitgliedschaft,
Inklusion)
- Up – Down Viel oder wenig Einfluss
- Close – Far enge oder oberflächliche Beziehung
- With – against Konsens/Unterstützung (Absprache, Support, Freude)
Oder Dissens/Gegeneinander (Kritik, Sarkasmus,Konflikt)
- Forward – backward stimulierender oder bremsender Einfluss von
Gruppenmitgliedern
- deskriptive Natur: kein Pol ist gut oder schlecht
- auch Konflikte können positiv sein!!
Begriffsdefinition
Was ist eine Gruppe?
- Bewusstsein für gegenseitige Abhängigkeit
- Ähnlichkeit oder Nähe unwichtig
- Gemeinsame Zielverfolgung oder Kooperation zur Erreichung individueller Ziele
- Team vs. Gruppe
- Gruppengrösse: Blickkontakt und direkte Interaktion
- Klasse = kleine Gruppe
- wie wir aus dem Management wissen, ist eine Gruppe noch lange kein Team!!!!
Team:
- Dasselbe Ziel
- Zusammengehörigkeit
- Kollektive Identität
- Klassengeist
Beschreibung von Gruppenstrukturen nach Jacob Moreno: das Soziogramm
Hilfe zur Beschreibung…
- Der Beziehung unter Gruppenmitgliedern
- Des Gruppenzusammenhalts
- Der Beziehung mit dem Gruppenleiter
- Des Verhältnisses zur Aufgabe
- Der Gruppenorganisation und
- Der Beziehung zu anderen Gruppen
Wie kann ein Lehrer herausfinden, welchen Bezug/welches Verhältnis unter den Schülern herrscht? Lösung: das Soziogramm
- Wir schreiben die Namen der Klasse auf ein Papier
- Befragen die Schüler, welche Beziehung sie zu bestimmten Schülern haben
- Beobachten die Klasse selber und finden heraus, wer Aussenseiter und wer das Alphatier der Klasse ist
- Somit versuchen, auf die verschiedenen Personen Einfluss zu nehmen, dies ist vielleicht in der Schule eher eine heikle Methode
- Es werden sich bei regelmässigem Gebrauch Muster abzeichnen
- Gruppe als sich entwickeltes Netzwerk mit einander verbundenen Beziehungsstrukturen
- Gruppenklima eher abhängig von den Beziehungsmustern innerhalb der Guppe als von Merkmalen des Einzelnen
- Entsprechend entwickelt sich das Klassenklima paralleles zur Beziehungsstruktur
Fazit: Menschen, die sonst nett und anständig sind, können in der Gruppe anders reagieren
Entstehen/Entwickeln einer Gruppe
5-Phasen: 1. Forming (Formieren) 2. Storming (Sturm und Drang) 3. Norming (Normierung) 4. Performing (Aufgabenorientierung) 5. Adjourning (Auflösung)
Phase 1: Aufgabe, Inklusion und Abhängigkeit
- Lage abchecken
- Sich positionieren
- Nebeneinander statt miteinander
- In-out
- Gruppenmitglieder noch nicht bekannt
- Aufgabe steht im Vordergrund
- Wer ist wer? Wer spielt wie?
Phase 2: Regeln, Ähnlichkeit, Widerstand
- Sich absprechen
- Organisieren
- Alle tun alles
- Koordination der Einzelleistung
- Sturkturierungsprozess
- Rollengleichheit
- Wie spielen wir?
Phase 3: Rollen, Einfluss, Interdependenz
- Anonymität ist aufgehoben
- Rollenzuweisung
- Verhandlungsprozess
- Bewusste Einflussnahme
- Sich koordinieren
- Ökonomie
- Rollenverteilung
- Up-down
- Wer spielt was?
Phase 4: Verhalten, Äquivalenz, Interdependenz
- Feinkoordination
- Gegenseitige Regulation (Rückkopplung)
- Die Rollen sind verteilt
- Wer erfüllt seine Rolle wie gut?
- Leader erhalten Feedback
- Alle Mitlieder müssen sich trotz unterschiedlicher Rolle ausreichen belohnt vorkommen (Gleichbereichtigung)
- Wer leistet zu wenig/genug/mehr?
Phase 5: Emotionen, Offenheit, Interdependenz
- Ausschöpfen des vollen Leistungspotenzials
- Einbezug aufgabenfremder Faktoren
- Gruppenmitglieder fühlen sich als Individuen akzeptiert
- Aufgaben- und Gruppenprozesse können offen angesprochen werden
- Nicht-aufgabebezogene Aspekte gewinnen an Bedeutung
Vorsicht Theorie!!!!
- Gruppenprozesse altersabhängig
- Gruppen sind nicht immer vollkommen „neu“
- Gruppen in neuen Situationen oder mit neuen Gruppenmitgliedern sind auch „neu“
- Gruppenprozesse sind deshalb nicht linear zyklisch, pendulär
- Nicht jede Gruppe erreicht die 5-Stufe
- Gibt nun mal kein RezeptMan soll versuchen, sich in die Leute hinein zu versetzen
- Was ist für meine Gruppe fördernd?
Erkennen des wahren Problems
- Die Gruppe auffordern darüber zu reden
- Überreaktionen von Schülern
- Aktives Zuhören gefordert
- Lehrer-Antwort sollte dem wahren Problem Rechnung tragen
- Hinweise aus der Umwelt beachten
- Nach dem wahren Problem fragen
- Aufmerksamkeit zeigen, dem Redenden in die Augen schauen
- Nachfragen, ob das Gesagte richtig interpretiert wurde zusammenfassen
- Nicht gleich dem Betroffenen das Problem zuschreiben
viele Lösungsmöglichkeiten und Ansätze finden sich sonst im Management, sorry für diejenigen,die dieses Fach nicht hatten.
Autorin: Tamara

